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Gemeinsame Informationsplattform Naturgefahren



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Gemeinsame Informationsplattform Naturgefahren – GIN

Anlass
Unter dem Eindruck der grossen Schäden durch Naturereignisse in den letzten Jahren genehmigte der Bundesrat 2007 die Entwicklung der gemeinsamen Informa­tionsplattform Naturgefahren GIN im Rahmen von OWARNA (Optimierung von Warnung und Alarmierung bei Naturgefahren). GIN soll der verbesserten Bewältigung von Ereignissen dienen und die Einsatzkräfte auf allen Ebenen in ihrer Arbeit unterstützen. Dazu werden die relevanten Informationen der beteiligten Fachinstitutionen wie aktuelle Messdaten, Vorhersagen und Modelle sowie gemeinsame Lagebulletins in einfacher Weise auf einer Web-Plattform bereitgestellt. Mit der Entwicklung von GIN wurden die nationalen Warnstellen für Unwetter (MeteoSchweiz), Hochwasser (BAFU) und Lawinen (SLF) beauftragt.

Inhalte
Neben den Messdaten von meteorologischen und hydrologischen Stationen integrieren MeteoSchweiz, BAFU und SLF ihre bekannten Produkte wie Niederschlagsradar, Wetterprognosemodelle, Abflussvorhersagen oder das Lawineninformationssystem IFKIS in GIN. Darüber hinaus werden Synergien und gemeinsame Stärken genutzt und neue, kombinierte Produkte beispielsweise für Hochwassersituationen (Niederschlag, Schneeschmelze, Abfluss) entwickelt. Der Nutzer erhält so zum einen Zugriff auf die ihm bereits vertrauten Produkte und Dienstleistungen, zum andern wird ihm von den beteiligten Institutionen ein gemeinsam geschaffener Mehrwert zur Verfügung gestellt.

Struktur

Adressaten
Die erste Version von GIN ist an Einsatzkräfte in der Schweiz auf allen Ebenen adressiert. Die Web-Plattform dient zudem der Umsetzung und Stärkung der „single official voice“ (alleiniges Recht für offizielle Warnungen der drei nationalen Warnstellen). Eine Öffnung des Anwenderkreises und Interaktionsmöglichkeiten sind Teil der Erweiterung zu GIN 2.0.

Zeitplan
Die erste Entwicklungsphase von GIN wird im Frühjahr 2009 abgeschlossen. Die anschliessende Pilotphase im Sommerhalbjahr 2009 ermöglicht einen umfassenden operationellen Test. Die Erkenntnisse aus den Pilotanwendungen werden in weitere Verbesserungen von GIN umgesetzt, sodass die Web-Plattform im Frühjahr 2010 schliesslich den operationellen Betrieb aufnehmen kann.

Begleitgruppe
Um den Anwenderwünschen gerecht zu werden und die vorhandenen fachlichen Ressourcen auszuschöpfen, wird für die Entwicklung und die Pilotphase eine enge Zusammenarbeit mit den zukünftigen Nutzern, Hierzu wird eine Begleitgruppe aus Vertretern der Fach- und Führungsschiene von Bund, Kantonen und Gemeinden gebildet.

Pilotphase
GIN wird zunächst in Pilotgebieten eingesetzt. Dazu werden zum einen Anwendungen auf nationaler Ebene einbezogen, zum andern werden einzelne regionale Gebiete ausgewählt (IFKIS-Hydro Regionen). Die Pilotbenutzer werden geschult und intensiv begleitet. Die Rückmeldungen werden systematisch ausgewertet und fliessen in die der Weiterentwicklung von GIN ein.

Ausblick
GIN wird auch nach Projektabschluss weiterentwickelt werden. Neue Partner und Nutzer werden integriert, die Funktionalität wird ständig weiterentwickelt und die Anwendung wird neue Bedürfnisse aufzeigen. Deshalb wird schon heute die Erweiterung zu GIN 2.0 geplant.